Noch ganz dicht? Mit einer Dachdämmung viel Energie sparen!

24. Juli 2026

Wer kennt das nicht? Die letzte Heizkostenabrechnung wurde zugestellt und wieder haben sich die Kosten gegenüber dem Vorjahr um 10 % erhöht. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern frisst auch einen guten Teil des Haushaltsbudgets. Und es wird jedes Jahr mehr! Es muss also etwas passieren, um diesem Heizkostenwahnsinn einen Riegel vorzuschieben. Das gelingt am besten, wann man sich der großen Hebel annimmt – also jenen Komponenten des Gebäudes, über die am meisten Energie in Form von Wärme verloren geht.

Was verursacht den größten Energieverlust im Haus?

Um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, welche Teile eines Hauses wie viel Prozent Energieverlust verursachen, hier eine kurze Aufstellung:

  • Dach ca. 20-25 %
  • Wände ca. 15-20 %
  • Fenster ca. 15-20 %
  • Lüftung ca. 5-10 %
  • Boden ca. 5-10 %
  • Heizungsanlage ca. 20-30 %

Es gibt also viel Potenzial für eine Wärmedämmung am Haus. Als erstes stechen einem Dach, Wände und Fenster mit ihren hohen Energieverlusten ins Auge. Kein Wunder: Durch den großen Gesamtanteil an der Oberfläche eines Hauses ist es logisch, dass hier die meiste Energie nach außen dringen kann. Wir wählen den größten Hebel und wollen uns im Folgenden speziell mit der Dachdämmung beschäftigen.

Dämmstoffe und Varianten für das Dach

Die gute Nachricht: Gerade für Dächer lassen sich recht viele unterschiedliche Dämmstoffe nutzen, da hier auch Dämmstoffe verwendet werden können, die nicht wasserfest sein müssen bzw. nicht belastungsfest zu sein brauchen. Zunächst ist zu eruieren, welche Art der Dachdämmung am ehesten in Frage kommt. Die gebräuchlichsten Formen sind:

Die Aufsparrendämmung

Eine Aufsparrendämmung kommt fast nur in Frage, wenn man das Dach ohnehin komplett neu einzudecken gedenkt oder gerade neu baut. Sie ist die effektivste Form der Dachdämmung, allerdings auch mit entsprechend viel Aufwand und somit Kosten verbunden. Als Dämmstoffe für diese Art der Dachdämmung werden spezielle, aufeinander abgestimmte Dämmsysteme verwendet, die nicht nur fugenlos eine sehr gute Dämmwirkung gewährleisten, sondern auch im Falle eines Sturmes den maximalen Halt auf dem Unterbau sicherstellen können.

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Die Zwischensparrendämmung

Eine weitaus gängigere Form der Dachdämmung ist die Dämmung zwischen den Dachsparren. Diese kann relativ problemlos auch von Laien bzw. Hobbyheimwerkern im Zuge einer Sanierung durchgeführt werden. Als Materialien sind u. a. Steinwolle, Dämmkeile oder Glasfasermatten als Rollenware üblich. Wer eher mit natürlichen Materialien arbeiten möchte, verwendet fertige Matten aus Zellulose, die man zwischen die Sparren klemmen kann. Ebenfalls möglich ist das Einblasen von Zelluloseflocken.

Die Untersparrendämmung

Ist auch eine Zwischensparrendämmung nicht möglich, da etwa der Dachboden bereits ausgebaut wurde, kommt zum Dachdämmen nur noch die sogenannte Untersparrendämmung in Frage. Als Dämmstoffe für diese Art der Dachdämmung kommen häufig Polystyrolplatten im Verbund mit Gipskartonplatten zum Einsatz. Diese Kombination ist auch bereits fertig konfiguriert im Handel erhältlich. Wichtig zu wissen: Die Untersparrendämmung hat den Nachteil, dass die Dämmstoffe nur eine geringe Stärke haben dürfen, da ansonsten die Deckenhöhe zu sehr leidet. Daher sollte sie immer nur als letzte Möglichkeit eingesetzt werden, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, das Dach zu dämmen.

Ein Flachdach dämmen: Worauf ist zu achten?

Das grundlegende Prinzip der Dämmung gestaltet sich bei einem Flachdach in der Regel nicht anders als bei einem normalen Satteldach. Allerdings ist die nachträgliche Dämmung hier etwas schwieriger. Daher empfiehlt es sich, diese im Rahmen einer Neueindeckung vorzunehmen, die bei Flachdächern ohnehin etwas öfter nötig ist. Lagernde Trapezprofile und andere moderne Baustoffe sorgen dafür, dass alles zeitnah und in einem Rutsch durchgeführt werden kann.

Hinsichtlich der Dämmung ist bei einem Flachdach zwischen zwei grundlegend verschiedenen Aufbauvarianten zu unterscheiden: dem Kaltdach und dem Warmdach. Beim Warmdach wird die Wärmedämmung so eingebracht, dass zwischen der Außenhaut und der Dämmung keine Luft zirkulieren kann. Beim Kaltdach dagegen besteht hier ein Abstand, der von Außenluft durchströmt werden kann.

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Der Unterschied beim Dämmen besteht in der Hauptsache darin, dass beim Kaltdach zwischen der luftführenden Schicht und dem Dämmstoff in der Regel eine diffusionsoffene Winddichtungsbahn gespannt wird. Diese Folie verhindert das Eindringen von Wind in den Dämmstoff, der das Dämmverhalten massiv verschlechtern kann. Bei einem nach außen hin dichten Dach, also dem Warmdach, kann man auf diese diffusionsoffene Spannbahn verzichten, da hier keine Luft von außen eindringen kann.

Wichtig: Unterhalb der Dämmschicht sollte auf jeden Fall eine Dampfbremse bzw. Dampfsperre angebracht werden. Sie verhindert das Eindringen von Kondenswasser aus der Raumluft in die Dämmschicht. Ohne diese Sperre kann es leicht zu Schimmelbildung in der Isolierschicht und zu einer Schädigung der Dachsparren durch Fäulnis kommen.

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