Heißwasseranlage

4. Juli 2023

Eine Heißwasseranlage ist ein abgeschlossenes Heizsystem mit einer Kesseltemperatur von etwa 110 Grad Celsius. Natürlich gibt es auch hier verschiedene Modelle und Ausführungen, sodass bei einigen Varianten die Temperatur im Kessel durchaus auch diesen Wert von 110 Grad Celsius überschreiten kann.

Was sollte man über eine Heißwasseranlage wissen?

Wichtig zu beachten ist allerdings immer, dass das Wasser im Kessel unter Druck steht. Dieses Wasser wird gleichzeitig als Träger von Wärme bzw. von Wärmeenergie genutzt. Im großen Stil kommen entsprechende Anlagen beispielsweise in Form von Heizsystemen für Stadtteile und ganze Städte zur Anwendung. Allerdings werden auch Industriegebäude auf diese Art und Weise beheizt.

Daneben besteht in der Zwischenzeit die Möglichkeit, kleine Anlagen dieser Art für den privaten Hausgebrauch installieren zu lassen. Wichtig ist immer, dass das Wasser im Heizkessel nicht verdampfen bzw. ausdampfen darf, denn dadurch würde es an Temperatur verlieren und damit seine Wirkungsfähigkeit einschränken. Deswegen ist immer darauf zu achten, dass die sogenannte abgesicherte Vorlauftemperatur immer niedriger ist als der Sattdampfdruck des Wassers.

Dabei besteht eine solche Heißwasseranlage aus dem Heißwassererzeuger, der Umwälzpumpe, den Rohren (Lesetipp: Rohre nach DIN), der Druckhaltung und dem eigentlichen Wärmeverbraucher, sodass man es hier ebenfalls mehr oder weniger mit einem geschlossenen Kreislauf zu tun hat. Dies ist übrigens ein Phänomen, das fast allen Heizsystemen zu eigen ist.

Große Anlagen können dabei auch durchaus über mehrere Umwälzpumpen verfügen oder sehr weitverzweigt Rohrleitungen besitzen. Wichtig ist deshalb, vorab zu klären, ob ein solches System fallweise geeignet ist, und wenn ja, dann in welcher Ausführung bzw. welche Alternativen möglicherweise noch zur Verfügung stehen.

siehe auch hier:   Der Hahnblock bei einer Heizung - Funktion und Nutzen
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